Pro Velo Schaffhausen initiierte und organisierte in Stein am Rhein einen Info-Abend zum Thema Langsamverkehr. Den zahlreichen Interessierten trugen drei Referenten ihre Sicht zur Situation im Städtchen und möglichen Vorgehen zur Lösung der Prob- leme vor. Franz Hostettmann, Stadtpräsident, belegte den Nutzen des Velotourismus für das Gewerbe des Städtchens mit dem Beispiel der Übernachtungen die immerhin 50% aller Hotelübernachtungen in Stein am Rhein darstellen. Peter Spescha, Mitglied der Arbeitsgruppe Stein am Rhein zeigte einige der neuralgischen Verkehrspunkte für den Langsamverkehr in der Stadt auf und Stefan Rawyler, Gemeindepräsident Neu- hausen am Rheinfall verdeutlichte, dass es gute und für alle Seiten vorteilhafte Lösun- gen geben kann wenn Politik und Interessensgruppen gemeinsam an Lösungen ar- beiten.
Pro Velo Schaffhausen stellte nach dem Informationsabend an den Steiner Stadtrat den Antrag, eine Arbeitsgruppe Langsamverkehr analog dem Vorgehen in Neuhausen am Rheinfall zu bilden. Der Stadtrat beauftragte den Stadtpräsidenten, einen Vor- schlag mit den zu benennenden Mitglieder der Arbeitsgruppe Langsamverkehr vorzulegen.
Der Infoabend im Windlersaal war zugleich aber auch die Geburtsstunde der Arbeits- gruppe Stein am Rhein. Im Moment gehören der Gruppe Ursula Rohner, Roger Diet- helm, Urs Studer und Peter Spescha an. Parallel zu den Aktivitäten von Pro Velo Schaffhausen wurden in der Gruppe mögliche Szenarien und Massnahmen zur Ver- besserung der Velosituation in Stein am Rhein diskutiert und erste Evaluationen vor- genommen.
Die Situation für die Velofahrer zu verbessern ist in Stein am Rhein kein leichtes Unterfangen. Bauliche Gegebenheiten und interessenspolitische Hürden sind hoch, zumal Stein am Rhein, trotz ausgeprägtem Schwergewicht durch Velotouristen, bis heute auf den motorisierten Tourismus setzt. Entsprechend steinig ist der Boden für Anliegen des Langsamverkehrs.
Peter Spescha