Jahresberichte 2011, Velopolitik Kanton

Schwerpunkte unserer Arbeit im Kanton waren die Ausweitung unseres Tätigkeitsbe- reiches nach Stein am Rhein und die Lancierung der Volksmotion «Kantonales Rad- wegnetz».

Da uns bewusst wurde, dass ein wirkungsvolles Handeln in den Gemeinden nur dann möglich ist, wenn es von Einheimischen mitgetragen wird, unternahmen wir grosse Anstrengungen, uns in Stein am Rhein besser zu etablieren. Diese Anstrengungen waren so erfolgreich, dass wir nun in Stein am Rhein eine Ortsgruppe haben, die be- reits sehr aktiv ist und deren Vertreter, Peter Spescha, in unserem Vorstand mitwirkt. Wir werden nun versuchen, auf ähnliche Art zuerst im Klettgau und dann im Reiat vorzugehen.

Auch die Lancierung einer Volksmotion mit dem Ziel, die netzrelevante Radwegpla- nung innerorts dem Kanton zu übertragen, war ein voller Erfolg. Innert Kürze waren doppelt so viele Unterschriften wie nötig beisammen (209), und der Kantonsrat über- wies die Motion klar mit 36 zu 15 Stimmen. Jetzt wird der Teilrichtplan «Radwegnetz» mit den bis jetzt fehlenden Teilstücken in den Gemeinen ergänzt, und das Strassen- gesetz wird im Sinne der Motion überarbeitet. Beides zusammen geht dann in die Vernehmlassung und wird voraussichtlich im nächsten Frühling dem Kantonrat vor- gelegt.

Pro Velo konnte übrigens die Aufnahme von zwei weiteren Projekten im Radrichtplan erreichen. Nämlich ein Radweg durchs Wangental und ein Radstreifen von Bargen nach Neuhaus auf der zur überregionalen Strasse abklassierten A4. (Beides vorbe- hältlich der Zustimmung des Kantonsrats.) Die Erstellung von Radstreifen aufwärts einerseits von Herblingen nach Dörflingen und andrerseits von Stetten über Lohn nach Opfertshofen ist in Prüfung. Im Weiteren konnten wir auch zu dem Grossprojekt «Auf- hebung Bahnübergänge Klettgau» Stellung nehmen und für den Veloverkehr einige Verbesserungen erzielen.

Erwähnenswert ist die ohne unser Dazutun durchgfeführte Beschilderung von drei SchweizMobilrouten sowie die generelle Bereinigung des Veloschilderwalds.

Insgesamt hat sich durch die Einrichtung der Fachstelle Langsamverkehr und dank der neuen Führungscrew die Zusammenarbeit mit den Kantonsbehörden stark ver- bessert und verspricht für die Zukunft einiges.

Karl Huss